📸 + 🥾 | Wander dir den Kopf frei! Wanderbericht aus’m Uedemer Hochwald.

Nach 20 Minuten Autofahrt ist man in einer neuen Welt. Sicherlich gibt es näher an Goch auch tolle Natur, in der man spazieren oder wandern könnte. Der Uedemer Hochwald hat es mir allerdings aufgrund der Dimensionen und des Höhenprofils besonders angetan.

Zwischen Uedem und Marienbaum gelegen, durch eine Bundesstraße geteilt, liegt der Uedemer Hochwald, der eine Naturwaldzelle beinhaltet.

Die L5 (Marienbaumer Straße) zieht sich schnurgerade durch den Hochwald. Besonders in der Nacht sollte man hier aufpassen, je nach Jahreszeit herscht reger Wildwechsel.

Insgesamt gibt es 5 Parkplätze im und um den Uedemer Hochwald. Von allen gibt es direkte Wanderwege in der Wald hinein.

Allgemeines

Für mich ist der Hochwald ein toller Ort, um am Wochenende die Beine zu vertreten. Ich habe den Wald Anfang 2019 für mich entdeckt und versuche inzwischen, spätestens nach zwei Wochen einen ausgiebigen Spaziergang im Wald einzuplanen.

Ich möchte an dieser Stelle direkt zu Beginn betonen, was ich auch im Artikel zum Monreberg gesagt habe. Bitte hinterlasst keinen Müll um Wald und geht mit der Natur respektvoll um. Trampelt nicht ‚wie bekloppt‘ einfach wild durch den Wald sondern nutzt die Wege. Lasst euren Müll nicht liegen. Schreit nicht im Wald herum und scheucht damit Wild auf. Leint eure Hunde an.

Orientierung

Auf meinen ersten Fußmärschen durch den Uedemer Hochwald hatte ich durchaus Angst, mich in dem großen Gelände zu verirren. Zuerst habe ich die App Topo GPS zur Orientierung eingesetzt. Inzwischen plane und orientiere ich mich allerdings komplett mit der Komoot App.

Wege

Das Wegenetz im Hochwald ist wechselhaft (Untergrund) und bietet ein abwechslungsreiches Höhenprofil. Von geteerten Versorgungsstraßen über weiterverbreitete Feldwege bis hin zu Trampelpfaden im Laub der Bäume ist im Uedemer Hochwald jeder Untergrund vertreten.

Im Herbst/Winter ist es durchaus ratsam fester und wasserdichtes Schuhwerk mitzuführen, auf die durchaus anspruchsvollen Steigungen im Wald sollte man das ganze Jahr über eingestellt sein.

Viele der Wege sind mit Nummern versehen, die die Wege für Pferde ausweisen. Diese dienen durchaus zur groben Orientierung. Aufgrund der zahlreichen Kreuzungen, Abkürzungen und Auf- und Ab-Passagen sollte man sich dennoch vor dem ersten Spaziergang überlegen, wie man sich im Notfall zurecht finden wird.

Forst, Wild und Jagd

Selbstverständlich ist der Uedemer Hochwald weder ein Naherholungsgebiet, noch als Touristenmagnet gedacht. Es ist ein Wirtschaftswald, in dem Bäume gefällt, gelagert und gepflanzt werden.

Darüber hinaus leben in diesem Wald auch Wildtiere, insbesondere Rehwild. Wie eingangs bereits benannt, muss man gerade nachts bei der Durchfahrt vom Wald aufpassen und sollte daher seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Darüber hinaus leben in der Natur viele weitere Wildtiere und Vögel, deren Lebensraum und Habitat man respektieren sollte.

Wo Wildtiere leben, ist der Jäger nicht weit. Selbstverständlich stehen im Wald einige jagdliche Einrichtungen wie Leitern, Ansitze und Kanzeln, die zum bejagen des Wildbestandes dienen. Es sollte selbstverständlich sein, dass diese Einrichtungen nicht dazu dienen als Waldbesucher darauf zu klettern, geschweige denn um diese zu beschädigen.

Bottom Up

Manchmal hilft es, einfach mal die Blickrichtung zu wechseln. Immer mal wieder besinne ich mich zurück auf meine aktuellen Gedanken und richte den Blick nach oben.

Besonders die Jahreszeiten lassen sich kaum besser erfassen, als mit der Perspektive zum Himmel.

Detailaufnahmen

Es ist im Wald immer ratsam, nicht nur zu laufen/rennen, sondern mit offenen Augen und mit Bedacht durch den Wald zu gehen.

Ich wandere meistens mit der Kamera in der hand und halte oft Ausschau nach bestimmten Details, die sich schön freistellen lassen und die einen bestimmten Zustand des Waldes dokumentieren.

Schnappschüsse

Im Wald stößt man bei jedem Spaziergang über Veränderungen zum letzten Mal, wie den umgestürzten Baum oder ein Tippi aus Ästen. Oder man bemerkt besondere Situationen, wie die einsame dunkel gekleidete Person auf dem langen Weg.

Aber auch, dass man im Herbst das HADR (Hughes Air Defense Radar) oder umliegende Wiesen aus dem Wald heraus sehen kann, ist faszinierend zu beobachten.